Trauergedichte
Gedichte über Trauer
Einschlafen dürfen, wenn man müde ist
und eine Last fallen lassen dürfen,
die man sehr lange getragen hat,
das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.
Hermann Hesse
Einen Moment lang habe ich nur noch den Tod gesehen
und das zu Ende gegangene Leben.
Einen Moment lang war auch ich dem Tod ganz nahe,
war auch mein Leben an ein Ende gekommen.
Oh Gott, öffne Du mein Herz,
dass ich tiefer und weiter schauen kann,
dass ich hinter dem Ende einen Anfang sehe.
Weicher Weg in der finsteren Nacht
spüre die Nähe der Sterne,
Gedanken werden leicht und
streicheln mir Träume auf die Haut.
Ich ahne die Sonne weil der Morgen
aufgehen wird.
Der Spiegel meiner Seele,
spiegelt sich nicht mehr.
Der Spiegel meiner Seele,
den gibt es leider nicht mehr.
Der Spiegel meiner Seele,
der ist nun erloschen.
Der Spiegel meiner Seele,
ist in tausend Stücke zerbrochen.